Gewerbeanmeldung: Network Marketing

Gewerbeanmeldung ist wichtig

Gewerbeanmeldung im Network Marketing. Das Geschäft kann beginnen.

Die wichtigste Frage, die gestellt werden sollte, ist die nach der Gewerbeanmeldung.

Gemäß der Gewerbeordnung § 14 GewO muss immer ein Gewerbe angemeldet werden, wenn mit der Tätigkeit im Network Marketing begonnen wird. Die Gewerbeanmeldung sollte spätestens 14 Tage nach Aufnahme der Tätigkeit vorgenommen werden. Dies gilt auch für einen geplanten Nebengewerbe, der neben einer hauptberuflichen Tätigkeit, begonnen wird. Wir sprechen im Network Marketing von einer nebenberuflichen Geschäftsaufnahme.

Gewerbeanmeldung immer erforderlich

Die Höhe der Einnahmen und der zeitliche Umfang spielen in der Regel keine Rolle, wenn die Tätigkeit dauerhaft und auf Gewinnerzielung angelegt ist. Eine Gewinnerzielung im Network Marketing ist dem Vorhaben immer zu unterstellen. Die Tätigkeit ist gewerblich und somit anmeldepflichtig. Jede/r angehende selbstständige UnternehmerIn trägt selber die Verantwortung und muss allen gesetzlichen Pflichten nachkommen. Für das Risiko der Nichtanmeldung und der daraus resultierenden Folgen (Bußgelder und Nachzahlungen) muss dafür gerade stehen, wobei vermeintliche Unwissenheit nicht helfen kann.

Die Kosten

Die Kosten für eine Gewerbeanmeldung sind je nach Region, Stadt, Bezirk unterschiedlich geregelt. Auskunft darüber gibt das Gewerbeamt, Ordnungsamt oder Rathaus am eigenen Wohnsitz.

Das Finanzamt meldet sich von ganz alleine

Nach der Gewerbeanmeldung erhält man, einen Fragebogen vom Finanzamt zugesandt. Diesen sollte jeder sorgfältig ausfüllen und die zukünftigen Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit realistisch Angeben. Die Erträge im Network Marketing können sich in den ersten Geschäftsjahren eher gering darstellen. Nach dem Ausfüllen des Fragebogens, erhält man vom Finanzamt automatisch eine Steuernummer zugewiesen.

Die Merkmale einer gewerblichen Tätigkeit ergeben sich aus §15 Absatz 2 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) Zulassungsbeschränkungen sind uns im Bereich des Network Marketing nicht bekannt. Ausnahmen könnte es geben, wenn es sich um Finanzberatungen, Versicherungsgewerbe oder Immobilien handeln sollte.

Unternehmertum

Von diesem Zeitpunkt an kann, jeder Unternehmer und jedes Unternehmen, für betriebliche Anschaffungen, die Vorsteuer beim Finanzamt geltend gemacht werden, es sei denn, man möchte sich für eine sogenannter „Kleinunternehmer“ Regelung entscheiden.

Kleinunternehmerregelung

Gemäß § 19 UStG wird bei einer Besteuerung von Kleinunternehmern keine Mehrwertsteuer erhoben. Ein Kleinunternehmer berechnet auf seinen Rechnungen mit Hinweis auf § 19 UStG keine Mehrwertsteuer aus. Damit kann aber auch für eingehende Rechnungen die MwSt. nicht gegengerechnet und in Abzug gebracht werden. Diese Regulierung gilt ausschließlich für diejenige, deren Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr EUR 17.500,- nicht übersteigt und im laufenden Kalenderjahr ein Umsatz von maximal EUR 50.000,- erwartet wird.

Ob man von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen will gibt man gegenüber dem Finanzamt in dem Fragebogen an. Wir vom Verband empfehlen zu Beginn einer Selbstständigkeit die Kleinunternehmerregelung, weil die Investitionen doch zu beginn sehr überschaubar sind und die steuerlichen Belastungen damit auch nur gering ausfallen. Das kann sich im Laufe der Tätigkeit ändern und sollte dann neu überlegt werden.

Wer noch mehr über die Vorteile von einem Kleingewerbe oder auch der Kleinunternehmerregelung wissen möchte, kann sich auf dieser Webseite sehr gut informieren. Weitere interessante und aktuelle Themen zur Gewerbeanmeldung werden dort bereitgestellt. Besonders wichtig für den nebenberuflichen Einstieg im Network Marketing immer zu empfehlen. Im Zuge einer Existenzgründungsberatung stehen wir unseren Mitglieder auch mit Businessplan, Rentabilitätsberechnung und fachkundiger Stellungnahme für das Jobcenter / Agentur für Arbeit an Ihrer Seite.

Immer korrekt handeln

Diejenige, die kein Gewerbe, entgegen der Pflicht aus § 14 GewO, angemeldet haben und demzufolge gleichwohl keine diesbezügliche Steuernummer erhalten haben müssen ungeachtet dessen ihre Einkünfte aus dem Network Marketing in ihrer vertraulichen Steuererklärung angeben, widrigenfalls kann man sich strafbar machen.

Steuererklärung

In einem weiteren Beitrag geben wir allen Existenzgründern und Existenzgründerinnen den Hinweis auf eine Steuererstattung vom Finanzamt, sofern noch keine Lohnsteuerberechnung vorgenommen wurden. Hier geht es zum Beitrag. Dieser Ablauf kann als Eigenkapitalbeschaffung eingesetzt werden. Mitglieder profitieren von unseren Erfahrungen.

Krankenversicherung

Nun stellt sich noch die Frage, welche Auswirkung eine Gewerbeanmeldung auf die Beiträge der GKV – Gesetzlichen Krankenversicherung haben. Diese werden zukünftig auf den zu erwartenden Verdienst berechnet und das kann teuer werden. Hierzu weitere Informationen lesen.